Glaubenskurse

Glaubenskurse leisten seit den 80er Jahren einen wichtigen evangelistischen Beitrag. Entstanden sind sie in England aus der Erfahrung heraus, dass Menschen - je weniger sie vom christlichen Glauben geprägt sind - eine umso längere Annäherungsphase an die tragenden Inhalte des christlichen Glaubens brauchen. Eine englische Studie kommt zu einer durchschnittlichen Annäherungszeit von 4 Jahren, bevor ein Mensch zum Glauben kommt.

Heute zählen in Deutschland der "Alphakurs", "Christ werden Christ bleiben" und der "Emmauskurs" zu den bekanntesten Kursen. Der Alphakurs entstand in einem charismatisch geprägten Umfeld und spricht in erster Linie Menschen an, die mit einer heute weithin üblichen städtischen Kultur verbunden sind. "Christ werden Christ bleiben" wurde vom Amt für missionarische Dienste entwickelt und wendet sich eher an kirchlich sozialisierte Personengruppen. Der "Emmauskurs" wurde in der anglikanischen Kirche erdacht und von Prof. Michael Herbst (Greifswald) für deutsche Verhältnisse weiterentwickelt.

Grundsätzlich ist es gut möglich, die Ansätze verschiedener Kurse zu mischen: Gemeinsames Essen kann auch außerhalb des Alphakurses stattfinden. Die Methodenvielfalt des Emmauskurses läßt sich gut auf andere Kurse übertragen. Wesentlich erscheint, dass in jedem Kurs eine dreifache Annäherung stattfindet:

- Annäherung an den christlichen Glauben

- Annäherung an christliche Lebensformen und Kultur (Lieder, Umgangsformen, etc.)

- Anbahnung von Freundschaften und Beziehungen mit Christen, die auf dem Weg zum Glauben begleiten.