Hobbies pflegen

Die Überlegung hinter diesem Baustein ist die Erfahrung, dass wir in vielen Fällen wenig Kontakt zu den "normalen" Aktivitäten haben, denen die Menschen in unserer Umgebung nachgehen und die sie beschäftigen. Zwei Möglichkeiten einer Kontaktaufnahme über ihre Hobbies gilt es zu unterscheiden:

1) Menschen erreichen, die dasselbe Hobby pflegen wie ich selbst

2) Interesse für Hobbies entwickeln, die ich selbst (noch) nicht habe

1) Wie viele Frauengruppen gab es früher, die sich zum Stricken und Häckeln für einen Bazar getroffen haben? Wie viele Gemeinden oder Gemeinschaften leben heute noch von den Männern, die vor 30 Jahren zusammen im Bauteam das Gemeinde- oder Gemeinschaftshaus gebaut haben? Seit den 90-er Jahren sind es zunehmend Töpfergruppen, Israeltänze oder musikalische Früherziehungsgruppen, in denen sich persönliches Interesse für die Sache und Kontakt zur Gemeinde verbinden. Heute können es auch Patchwork-Gruppen sein (in Dusslingen) oder Reitangebote (wie in Aldingen): Sie alle nutzen ein weltliches Hobby für unseren geistlichen Auftrag und erreichen damit Menschen, mit denen sie Schritt für Schritt immer mehr Lebensbereiche teilen: Zuerst teilen die Hobbies, dann auch zunehmend das geistliche Leben. So gestalten sie einen Weg hinein in die Gemeinschaft und zu Jesus.

2) In manchen Orten gibt es große "Neigungsgruppen" (z.B. Sportgruppen, Albvereinsgruppen, Musikgruppen, etc.). Dann ist es unsere Aufgabe zu überlegen, wer aus der Gemeinschaft am ehesten dorthin passt. Diese Geschwister gilt es dann unter Umständen freizustellen vom Gottesdienst oder einem bestimmten Gemeinschaftskreis (falls die Neigungsgruppe sich z.B. am Sonntag - Vormittag trifft) um Kontakte zu knüpfen und Verbindungen entstehen zu lassen.

 

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Baustein_Hobbies.pdf